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Das Siemens-Orchester Erlangen

Das SIEMENS-ORCHESTER ERLANGEN ist das älteste Orchester der Universitäts- und Siemensstadt Erlangen.

Als Kammerorchester gab es 1950 sein erstes Konzert. In den letzten Jahren hat es sich zu einem Orchester in sinfonischer Besetzung entwickelt, dessen Mitglieder auch heute noch zu einem überwiegenden Teil zu Mitar­beiterinnen und Mitarbeitern oder Angehörigen des Konzerns zählen. Mit Lukas Meuli steht der vierte Dirigent am Pult des Orchesters.

Im Juni 2015 portraitierte der Bayerische Rundfunk im Rahmen der Sendereihe „Mittags­musik“ in BR-KLASSIK in der Themenwoche „Werksorchester in Bayern“ das Siemens-Orchester Erlangen. Die vielbeachtete Sendung ist über die Homepage des Orchesters oder in der Mediathek des BR abzurufen. Die gesendeten Musikbeispiele aus Werken von A. Liadov, N. Rimski-Korsakow und R. Schumann/Adorno stammen aus jünge­ren Konzertmitschnitten.

Das Repertoire des Orchesters hat sich kontinuierlich erweitert. So vergab das SOE aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens im Jahr 2000 die erste Auftragskomposition an die junge, aufstrebende Komponistin Karola Obermüller, die im Mai 2001 erfolgreich urauf­geführt wurde. 2002 hob das Orchester „Die Vogelhochzeit – in different fashions“, ein Werk der gehobenen Unterhaltungsmusik von Willi März, im Münchner Gasteig vor einem begeis­terten Publikum aus der Taufe. Im selben Jahr erfolgte zusammen mit dem Erlanger Kammer­orchester zum Stadtjubiläum „1000 Jahre Erlangen“ die Eröffnung zur „Nacht der Sinne“. Daraus gingen die alljährlich im Juli stattfindenden beliebten Familien-Open-Air-Konzerte im Park der Siemens Freizeit- und Sportanlage hervor.
Seit 2005 veranstaltet das Siemens-Orchester Erlangen regelmäßig Kinder- und Jugend­konzerte in Erlangen und in der Region. Auch Kirchen- und Chorkonzerte mit verschiedenen Chören sowie Gastkonzerte – u. a. 2003 in Wien – zeugen von der Aufgabenvielfalt, die das Orchester selbstbestimmt wahrnimmt.

Weitere Anerkennung erwarb sich das SOE mit Erstaufführungen von Werken aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, so z. B. von Schönberg, Haindl, Cornelius, Reizenstein, Rodrigo und Cárdenas. Zum Mozartjahr 2006 folgte ein besonderer Beitrag mit der Uraufführung von Christoph Theilers „trazoMiana“, der – in ein Hörspiel integriert – nach der Ursendung des RBB von fast allen Rundfunkanstalten der ARD, vom ORF und von Radio DRS ausge­strahlt wurde. Als Musikvideo lief die Film­aufnahme von der Erlanger Aufführung im Wiener Künstlerhaus. 2008 stellte sich das Orchester einerseits mit der Uraufführung von Kadenzen des Mexikaners S. Cárdenas zu Beethovens Violinkonzert sowie mit der Welt­erstaufführung der Orchesterfassung von A. Addison von E. Elgars Orgelsonate Nr. 1, op. 28, ganz besonderen und ehrenvollen Aufgaben. Mit der Uraufführung der Ouvertüre zur Oper „Stradella“ des Goethe-Enkels Walter von Goethe unterstrich das Siemens-Orchester Erlangen 2011 seinen Anspruch, immer wieder etwas Besonderes zu wagen – so auch 2015 mit der Aufführung des von C. Reinecke orchestrierten Klavierzyklus‘ „Bilder aus Osten“, op. 66, von Robert Schumann.

Für solistische Glanzlichter sorgten u. a. der Bariton Florian Prey, die Pianistin Beatrice Berthold, Andreas Gruber, Solotrompeter der Wiener Symphoniker, die Geigerin Anke Schittenhelm oder Sebastian Manz, ARD-Preisträger und heute Soloklarinettist des RSO Stuttgart.